This page in English
Der Speeder fuer die Pickled Cabbage Railway "PCR"
in 1:4 mit einer veraenderbaren Spurweite von 7.25"/7.5"




Es war an jenem denkwuerdigen Morgen im September 2000 waehrend der Schlussveranstaltung des IBLS-Ramble 2000 in Train Mountain Museum, als der Anlageneigentuemer Quentin Breen fuer die Zukunft ankuendigte, alle drei Jahre solch eine Grossveranstaltung zu organisieren.
Absolut beeindruckt von der Groesse und Schoenheit der Anlage sowie dieser Veranstaltung (wann hat man schon einmal die Gelegenheit, ueber 200 Zuege auf einer Anlage zu sehen), setzte sich sofort der Gedanke in meinem Kopf fest, dass ich 2003 mit einer eigenen Maschine zurueckkehren wuerde/muesse.
Waehrend des folgenden Trips im Rahmen des IBLS2000-rambles bis nach Los Angeles mit Besuchen bei den Sacramento Valley Live Steamers, den Golden Gate Livesteamers und der Privatanlage Bitter Creek & Western dachte ich nach, welches Fahrzeug wohl klein genug, aber trotzdem ausreichend gross fuer einen Einsatz auf den Steigungen in Train Mountain sein koenne, da ich es ja ueber den Atlantik transportieren muss. Und dann kam der Geistesblitz, ich hatte doch einen On3-Bausatz von Grandt Line fuer den RGS Speeder zusammengebaut. Das Fahrzeug erfuellte eigentlich alle Ansprueche, Boxcab-Design, um die Batterien unterzubringen, handlich klein, zwei Achsig, Innenrahmen (wegen der Umspurbarkeit), also eigentlich ideal.
Ich erzaehlte meinem Freund Rudy van Wingen, Como Roundhouse Products von dieser Idee, und er meinte nur, er haette passende Raeder fertig bearbeitet dafuer zu Hause liegen, die ich haben koenne.
Nun, zunaechst musste ich aber abklaeren, ob das Fahrzeug von der Groesse her ueberhaupt in Frage kaeme, und so beschloss ich, mich nach unserer Rueckkehr nach Los Angeles darueber zu entscheiden.

Nach unserer IBLS-Tour tourten meine Frau und ich ostwaerts nach Durango und verbrachten zwei Tage in Phoenix, um Coronado Scale Models zu besuchen. Ich hatte Stan und Sheldon, die Eigentuemer, 1998 waehrend der Narrow Gauge Convention in Colorado Springs persoenlich kennengelernt, und sie sind absolut nette Leute, immer hilfreich, wenn es um Schmalspur geht. Auch sind sie sehr zuverlaessig, wenn es um die Beschaffung von Modellbahnmaterial geht. Und wie erwartet, fertigten sie mir eine Kopie der GrandtLine-Zeichnung an.


Nun, mit dieser Zeichnung in der Hand lag ich dann abends in unserem Motelzimmer auf dem Bett, nahm die verschiedenen Masse und rechnete diese auf einen Massstab von 1:4,8 um. Die ganzen Kalkulationen ergaben, dass das Fahrzeug eine akzeptable Groesse haben wuerde. Daher uebernahm ich dann, nach Los Angeles zurueckgekehrt, die Raeder von Rudy and flog wieder nach Deutschland.

Die folgenden Jahre waren angefuellt mit der Arbeiten an anderen Modellen und an meinem VW-Bus, aber im Sommer 2002 musste ich dann doch so langsam mit dem Bau beginnen, damit ich den Speeder rechtzeitig fertigstellen kann.
Ein grosses Problem war die benoetigte Batterie-Kapazitaet. Niemand konnte mir sagen, wieviel Kapazitaet ich brauchen wuerde, um mein Fahrzeug in Train Mountain ueber die gesamte Anlage zu bewegen. Selbst ein Anruf eines gebuertigen Deutschen, der seit etlichen Jahren in den USA lebt, brachte keine Klarheit. Es ist immer wieder die Rede von "Class xxx" Batterien, aber keiner kann sagen, wieviel Amperestunden diese Batterien haben. So setzte sich bei mir immer mehr die Ueberzeugung durch, dass ich doch ein eigenes Kraftwerk mit mir fuehren muesse, um nicht auf gespeicherte Energie angewiesen zu sein.
Ich brauchte ein Antriebssystem, wo ich die benoetigte Energie einfach nachfuellen kann, und das ist eigentlich nur mit Benzin- oder Dieselmotoren der Fall (Klar kann man die Batterien austauschen, aber das verstehe ich nicht unter einem einfachen nachfuellen ;-)))) ).
Ich ueberlegte immer wieder, was fuer einen Motor ich nehmen koenne, bis ich durch Zufall in unserem lokalen Marktkauf - Baumarkt einen handlichen 3,5 PS Briggs & Stratton 4-Takt-Motor fand, der eine horizontale Kurbelwelle und damit einen seitlichen Abgang aufweis. Da der Motor als Ersatzteil im Fachmarkt teuerer gewesen waere als der komplette Vertikutierer, kaufte ich diesen, zerlegte ihn und verkaufte den Rest ueber eBay. Somit erhielt ich einen Motor einschliesslich Riemenscheibe, Keilriemen und Riemenspanner fuer unter 300,00 Euro.



Und das Glueck war auf meiner Seite, konnte ich doch ebenfalls bei eBay eine nagelneue 24 Volt Lichtmaschine zu einem guten Kurs erwerben. Die Lichtmaschine ist auch schon mit der Riemenscheibe bestueckt und ich konnte sie nur 20 km von meiner Wohnung entfernt abholen.
Aber bedingt durch diesen Benzin-elektrischen Antrieb reichte die Fahrzeuggroesse nicht mehr aus. Von der Vorbildspurweite gesehen, haette das Fahrzeug in 1:4,8 gebaut werden muessen. Um etwas mehr Raum zu erhalten, wechselte ich auf 1:4 wie bei meinen anderen Fahrzeugen, woraus dann eine fiktive Vorbildspurweite von 750 mm resultiert. Neben dem nunmehr knapp ausreichenden Innenraum (fuer Motor, Lichtmaschine, Batterien, Regler) passen nun die Raeder auch besser, sind sie jetzt doch nur noch 1 cm zu gross im Durchmesser.
Und als zweites brachte der luftgekuehlte Verbrennungsmotor eine weitere Konstruktionsaenderung. Hatte ich bisher in Holz gebaut und dies auch fuer den Speeder geplant, erschien mir diese Konstruktion jetzt nicht mehr sicher genug (aus Temperaturgruenden). Daher beschloss ich, Schweissen zu lernen. Gluecklicherweise konnte mein Schwager 4-Kant-Rohr 25x25 mm besorgen, und ausserdem lieh er mir sein Schutzgasschweissgeraet.
Nun, nachdem ich das meiste benoetigte Material zur Hand hatte, saegte ich am 24./25. Oktober 24/25 fuer den Aufbau zurecht und legte sie ein erstes mal auf dem Garagenboden aus:


Ab 22. November (nach einem Unterbruch wegen der 12. Convention der American Railroadfans in Switzerland, an der ich aktiv teilgenommen hatte) begann ich, die Rahmenkonstruktion fuer die Aufbau zusammenzuschweissen. Dies dauerte bis zum 07. Dezember, da ich mir zwischenzeitlich einen Fremdkoerper im rechten Auge eingefangen hatte und dieser in zwei ambulanten Operationen entfernt werden musste. Dieser Fremdkoerper ist vermutlich bei einem Schleifvorgang in's Auge geraten :-((((( .



Am 13. Dezember 2002 konnte ich dann in Moenchengladbach bei der Maschinenbaufabrik Thul die fertigen Radsaetze in Empfang nehmen. Es war eine etwas aufwendigere Konstruktion als sonst, da die Radsaetze ja von 7.25" (die Standardspurweite in Europa und im Nordosten der USA) auf die im Rest der USA genutzten 7.5" umspurbar sein muessen, da ich nicht ein Fahrzeug bauen will, was ich nur in den USA einsetzen kann.
Das erste Foto zeigt eine Achse einseitig zerlegt mit allen benoetigten Teilen:
ein einzelnes Rad, die Achse mit Passfeder fuer das bewegliche Rad sowie montiertem Zahnrad (ebenfalls mit Passfeder) und dem zweiten Rad einschliesslich dem Achslagergehaeuse mit installiertem Kugellager, der Distanzring 1/4", das zweite Achslager mit Kugellager und die Kronenmutter. Rechts ist ein kompletter Radsatz zu sehen.

Das naechste Foto zeigt das montierte Rad in Nahaufnahme. Abgebildet ist der Radsatz zusammengebaut in der 7.25" Version. Der Distanzring ist gut zwischen Rad und Kronenmutter zu erkennen. Um die Spurweite zu wechseln, muss die Kronenmutter und der Distanzring sowie das Rad entfernt werden, der Distanzring dann vor das Achslager geschoben und anschliessend das Rad und die Kronenmutter wieder montiert werden. Die Achsen haben ein Bohrung fuer einen Splint, damit sich das Rad nicht lockern kann.


Weiterhin habe ich inzwischen direkt von 4QD aus Grossbritannien den Regler erhalten sowie die U-Profile fuer den Hauptrahmen erworben. Als naechstes werde ich den 24 Volt 400 Watt Motor auf dem Hallen Echtdampftreffen in Sinsheim uebernehmen.

Am 08. Januar 2003 erhielt ich den zusammengeschweissten Rahmen zurück. Am morgen vor der Tour nach Sinsheim habe ich dann voruebergehend die Raeder montiert und konnte den Speeder dann in Sinsheim auf das Gleis stellen:

In den Wochen nach der Sinsheimer Messe hatte ich nicht sehr viel Zeit weiterzubauen, aber so einige Kleinigkeiten konnte ich doch fertigstellen. Neben der Befestigung des Antriebsmotors habe ich am 15. Februar 2003 damit begonnen, die Befestigung des Aufbaues auf dem Rahmen zu installieren. Die nachstehende Bilder zeigen den Baufortschritt:


Waehrend dieser Bauphase habe ich auch versuchsweise den Verbrennungsmotor in den Aufbau gesetzt. Leider scheinen die Platzverhaeltnisse nicht auszureichen, um den Motor mit der Lichtmaschine zu installieren. Ich werde es zwar versuchen, muss mich jedoch mit dem Gedanken anfreunden, doch ein reines Batteriefahrzeug zu bauen.
Nachdem dies mit dem provisorisch in den Aufbau gesetzten Verbrennungsmotor am 21. Februar 2003 noch so aussah, kam dann am 22. Februar eine neue Eingebung:
Wenn ich die Lichtmaschine nicht auf, sondern neben dem Rahmen (auf Auslegern) befestigen wuerde, dann koennte es doch noch funktionieren.
Daher wurde dann die Woche bis zum 28. Februar intensiv genutzt, um die Motorhalterung fuer den Verbrennungsmotor zu bauen . Und dann am Nachmittag des 28. das Erfolgserlebnis: Die Lichtmaschine passt mit ihrer Befestigung zwischen das Zahnrad und das Gehaeuse. Damit steht einem Weiterbau als Benzin-Elektrisches Fahrzeug nichts mehr im Weg.


Dieser Blick wird bald nicht mehr moeglich sein, da in naher Zukunft das Gehaeuse verblecht wird.


Stirnansicht der Kombination aus Verbrennungsmotor, Lichtmaschine und 24 Volt Gleichstrommotor.
Der Keilriemen ist zu lang und muss noch durch eine kuerzere Version ersetzt werden.



Seitenansicht der Verbrennungsmotor/Lichtmaschinen-Kombination.
Gut zu erkennen ist die Befestigung der Lichtmaschine auf den Auslegern.
(Der Rahmen ist nicht durchgebogen, dass ist eine perspektivische Verzerrung durch die Nahaufnahme.)


Am 01. Maerz 2003 habe ich dann die Rohre fuer die rechte Tuer zugeschnitten und diese zusammen- und eingeschweisst.



Die rechte Seite mit der installierten Tuer.


Nachdem ich am 21. Maerz 2003 die noch fehlenden Profile erhalten hatte, habe ich am 22. Maerz 2003 diese installiert. Dabei habe ich die hoelzernen Quertraeger durch U-Profile ersetzt und die gleichen Profile fuer die mittleren Aufbautraeger eingeschweisst. Weiterhin habe ich - soweit als moeglich - die verschraubten Teile noch nachgeschweisst. Die Schweissungen sehe zwar nicht besonders aus - ich bin numal kein gelernter Schweisser -, aber sie erfuellen ihren Zweck.



Der Rahmen mit den neuen Quertraegern.


Nachdem ich lange darueber nachgedacht hatte, wie ich einen Kettenspanner einbauen koenne (Platzprobleme mit dem Bremsgestaenge) habe ich dann am 28. Maerz angefangen, das vorhandene Zahnrad zu befestigen.
Nach drei Tagen Kleben, Bohren und Gewindeschneiden konnte ich dann am 30. Maerz das Kettenspannrad montiert, die Kette passend ablaengen und alles installieren. Jetzt passt die Kette problemlos, und es ist genuegend Platz zum nachspannen vorhanden.



Der Rahmen mit der installierten Kette.


Als naechstes werde ich die Bremskloetze und das Bremsgestaenge installieren sowie den Aufbau verblechen.

Leider hat sich der Bau der Bremsanlage als verlorene Zeit erwiesen, funktionierte sie doch nicht wie beabsichtigt. Daher habe ich alle Teile wieder ausgebaut und mich aufgrund der nur noch kurze Zeit bis zum Versand dazu entschlossen, ohne mechanische Bremse weiterzubauen.
Anschliessend wurden dann mit Ausnahme der Türen alle Bleche aufgelötet.
Nachdem am 19. April noch eine Halterung für die elektronische Steuerung, die Kupplungsaufnahme sowie die Halterung für einen Nebelscheinwerfer unter dem vorderen Rahmen installiert werden konnte und auf der rechten Seite der Fussboden eingepasst war, wurde das Osterwochenende dazu genutzt, den Rahmen und die Motortraeger zu lackieren.



Der verblechte Aufbau mit der installierten Kupplungsaufnahme.




Die lackierten Rahmen- und Motorhalterungsteil.


08 Mai 2003:

Die Zeit seit dem obigen Photo war erfuellt von reichlich Arbeit. Nach der Lackierung der Achsen und der Beschaffung einiger weiterer benoetigter Teile wurde die bisher lackierten Rahmenteile wieder zusammen- und der 24 Volt Motor eingebaut. Anschliessend dann die Achsen und die Kette montiert. Weiterhin wurden der Fussboden auf der rechten Seite und eine 24 Volt Hupe mit eingebaut. Nachdem dies alles getan war, kam die naechste Herausforderung auf mich zu: Nach der Grundierung des Aufbaues und dem Ankleben der Tuerbleche mussten ueber 800 Loecher gebohrt werden, um genauso viele Kerbnaegel zu installieren. Diese simulieren die Naegel, mit denen im Original das Blech augenagelt war.

Das naechste Photo zeigt den Speeder in der spaeten Nachmittagssonne am 08. Mai. Das ovale Teil unter dem Rahmen ist ein Nebelscheinwerfer, den ich fuer die Nachtfahrten in den Waeldern von Train Mountain brauche.



Als naechstes muss jetzt der Verbrennungsmotor und die Lichtmaschine wieder installiert werden. Dazu muss ich noch einen passenden Keilriemen beschaffen, dann noch einen zweiten (Fahrrad)Scheinwerfer und anschliessend beide einbauen. Weiterhin muss noch eine Auspuffanlage gebaut und als letztes dann das Dach erstellt werden. Und nicht zu vergessen die gesamte Elektroinstallation.
Und da nur noch zwei Wochen uebrig sind, bin ich schon am gruebeln, ob ich es noch rechtzeitig schaffe. Ich muss ja auch noch zur IHK und ein Carnet besorgen sowie das Fahrzeug dann beim Zollamt vorstellen, damit ich bei der Einreise in die USA und anschliessend beim Reimport nach Deutschland keine Probleme bekomme.

16. Mai 2003:
Die vergangene Woche war damit ausgefuellt, die Tuerscharniere und die Halter fuer die Scheinwerfer zu montieren sowie die Loecher fuer die Kabeldurchfuehrung der Scheinwefer zu bohren. Weiterhin wurden die Hupe und der Nebelscheinwerfer unter Verwendung von Relais angeschlossen sowie fast die komplette Verdrahtung auf der rechten Fahrzeugseite fertiggestellt.
Das nachstehende Foto zeigt den provisorisch zusammengesetzten Speeder zum ersten Mal mit Batterien an Bord. Gluecklicherweise passt alles, nur der Tragrahme ist sehr eng an der Lichtmaschine.





17. Mai 2003:
Aufgrund des freien Samstages konnte sehr viel geschafft werden. Neben dem Bau und Installation der Tuerplatten und Tuergriffe sowie des Kuehlergitters wurden die Befestigungsloecher für die Trittbretthalter gebohrt und diese gespachtelt und geschliffen. Weiterhin konnte fast die gesamte Elektrik im Fahrwerksbereich fertiggestellt werden. Es ist noch ein Kabel für den Abluftventialtor zu installieren, der Motor an den Fahrregler anzuschliessen und die Batteriekabel einschliesslich Sicherung herzustellen.
Zum Abschluss des Tages wurde der Verbrennungsmotor fest eingebaut und der Keilriemen aufgelegt.
Nachdem die zusaetzlichen Teile am Aufbau grundiert worden waren, konnte der Aufbau am spaeten Nachmittag lackiert werden.



Ueberblick ueber den Elektromotor mit der elektrischen Installation auf beiden Seiten auf den Verbrennungsmotor mit Lichtmaschine und aufgelegtem Keilriemen.



Und hier ein Photo des lackierten Aufbaues. Die Stoerungen auf dem Bild ist Farbnebel, der den Blitz reflektiert hat.

18. Mai 2003:


Und wieder ein Rueckschlag: Ueber 1,5 Stunden gingen bei dem Versuch, die Handreglerbox abnehmbar mit dem Speeder zu verbinden, verloren, da der verwendete Scartstecker einen mechanischen Fehler aufwies. Daher mussten alle Loetverbindungen wieder geloest werden und das Gehaeuse fest mit dem Kabel verbunden werden. Anschliessend wurden diverse Schalter sowie der Betriebsstundenzaehler und die Spannungsanzeige eingebaut. Es fehlen noch der Poti fuer die Geschwindigkeit, der Hupenknopf, der Tachometer und ein Schalter fuer die Spannungsanzeige.



19. Mai 2003:


Heute ist ein Fortschritt zu verzeichnen: In rund 1 stuendiger Arbeit haben meine Frau und ich die Abgasleitung vom Schalldaempfer auf die linke untere Fahrzeugseite aus 18 mm Kupferrohr hartgeloetet, nachdem ich ein Adapterblech fuer den Hauptschalldaempfer angefertigt hatte. Hat alles gut geklappt, und nun muss morgen noch die Aufhaengung gebaut werden.



20. Mai 2003:


Fuer die Auspuffrohre musste noch eine Befestigung geschaffen werden. Um die Rohrschellen (mit Gummieinlage) befestigen zu koennen, boten sich Bohrungen im Kurbelgehaeusedeckel an. Leider waren die in den Bohrungen vorhandenen Schrauben zu kurz (und aufgrund des Inch-Feingewinde liessen sich auch keine laengeren kurzfristig beschaffen), daher musste jeweils aus einer der vorhandenen Schrauben und einer weiteren, Kopf an Kopf zusammenhartgeloetet, eine Art Stehbolzen geschaffen werden. Damit konnten dann die Abgasrohre befestigt werden.
Weiterhin wurde das Poti fuer den Fahrregler sowie ein Hupentaster eingebaut.

21. Mai 2003:


Die heute nur spaerlich vorhandene Zeit wurde dafuer genutzt, die noch fehlenden Komponenten in die Control-Box einzubauen. Das nachstehende Bild zeigt jetzt die Box, fertig vorbereitet fuer die Verkabelung.
Die Uhrzeit auf dem Tacho ist schon auf Pazifik-Zeit eingestellt, und der Tacho misst Meilen pro Stunde.



23. Mai 2003:


Nachdem gestern keine Zeit zum Weiterbau war (aus dienstlichen Gruenden), wurden heute die seitlichen Trittbretter hergestellt. Dafuer wurden entsprechende Holzprofile abgelaengt und die bereits vorbereiteten Traeger nachgebohrt und teilweise mit Gewinde versehen. Weiterhin wurden die beiden (Fahrrad) Hauptscheinwerfer montiert und verkabelt. Jetzt fehlt nur noch das Kabel mit der Steckverbindung zum Rahmen..
Ebenso wurde die Aufbauunterseite schwarz lackiert sowie die Trittbretterhalter grundiert und lackiert

24. Mai 2003:


Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Konstruktion des Daches. Fuer zusaegen, zusammenleimen, verschrauben, spachteln, schleifen und schliesslich grundieren ging fast der ganze Tag drauf. Nebenbei wurde noch das gesamte Fahrpult intern verkabelt.
Das nachstehende Foto zeigt den Speeder jetzt endlich mit Dach, bevor dieses auf der Unterseite grundiert wurde.



25. Mai 2003:


Ich habe fertig!!


Nun, das stimmt nicht ganz. Nachdem heute morgen die gesame Restelektrik fertiggestellt werden konnte, habe ich anschliessend die Trittbretter zusammengeschraubt und angebaut sowie zwei Spannschloesser fuer das Dach installiert. Und dann kam der spannende Moment: Der Speeder bewegte sich das erste Mal unter eigener Kraft ueber die Gleise. Soweit aktuell zu testen, funktioniert alles einwandfrei. Nur der Verbrennungsmotor kann nicht mehr vor dem Versand getestet werden.
Wenn dann morgen das aktuell in Lackierung befindliche Dach getrocknet ist, braucht der Speeder nur noch auf 7,5" umgespurt und der Aufbau festgeschraubt werden. Trittbretter demontieren, Fahrregler im Aufbau verstauen (dazu muss noch eine Ausparung im hinteren Giebel angefertigt werden), und dann kann der Speeder in der noch zu bauenden Versandkiste auf die Reise gehen.




Nicht mehr anfertigen konnte ich die Dachhaube und die Griffstangen. Aber vielleicht findet sich in den USA jemand, der die Griffstangen vorbereitet, so dass sie nur noch angeschraubt werden muessen ;-)))

26. Mai 2003:


FERTIG (mit den Nerven)


Nachstehend die Photos des Speeders mit dem jetzt lackierten Dach:




Und der obige Vermerk bezueglich der Nerven ist nicht ganz unberechtet, sind doch eventuell unerwartete Probleme bezueglich des Versandes aufgetreten. Laut IHK gilt das Carnet nicht fuer Ausstellungsgut, ist bei Carnet kein Versand moeglich (ob dies fuer einen Parcel-Service gilt konnte mir nicht gesagt werden), und ist schlussendlich eventuell eine Holztransportkiste nicht zulaessig.
Also viele Probleme, die noch abgeklaert werden muessen.

29. Mai 2003:


Nachdem in den vergangenen Tagen etliche Probleme bezueglich des Versandes geloest werden musste, wurde dann gestern und heute die Versandkiste gebaut und der Speeder eingepasst. Jetzt waere alles klar zum Versand, wenn nicht eine provisorische Verwiegung ein Gewicht von ca. 88 kg ergeben haette. Da UPS nur 70 kg transportiert, muss jetzt erst einmal das genaue Gewicht ermittelt und dann durch Ausbau von Lichtmaschine und E-Motor versucht werden, das Gewicht unter die 70 kg zu druecken.

30. Mai 2003:


Heute morgen wurde dann die Kiste auf einer professionellen Waage verwogen und ergab ein Gesamtgewicht von 74,5 kg. Damit reichte es aus, den 24 Volt-Motor auszubauen, um auf ein Gesamtgewicht von 67 kg zu kommen.
Das nachstehende Foto zeigt den Speeder in der Transportkiste.

Um 10.15 Uhr wurde dann die Kiste von UPS in Essen angekommen. Ueber Herne geht es jetzt nach Koeln, wo die Zollpapiere fertiggemacht werden, und dann weiter nach Los Angeles. Ich hoffe, dass die Kiste heile dort ankommt.

31. Mai 2003:


Der heutige Statusbericht uber den Transport des Speeder ergibt, dass sich die Kiste aktuell in Koeln fuer die Zollabwicklung befindet und dort auch mindestens bis Montag verbleibt.


Leider habe ich mir beim Einladen den Ruecken verhoben und habe jetzt starke Bewegungsschmerzen. Ich will nicht hoffen, dass dieses meine Reise verhindern wird.

03. Juni 2003:


Schlechte Nachrichten, der Speeder ist immer noch in Deutschland. Aufgrund eines Sicherheits-Checks ist der Versand verzoegert.


05. Juni 2003:


Endlich mal gute Nachrichten, der Speeder ist in den USA eingetroffen und soll am 06. Juni ausgeliefert werden.


06. Juni 2003:


Es ist geschafft, der Speeder ist angekommen.


07. Juni 2003:


Und heute erhielt ich die Fotos (die nachstehenden drei sind von Rudy) von meinem Freund Rudy van Wingen sowie eine genaue Zustandsbeschreibung. Es ist unglaublich, was anscheinend beim hiesigen Sicherheitscheck fabriziert worden ist, die Einschlagmuttern waren fast alle lose, etliche Schrauben fehlten, dafuer waren zusaetzliche Spax-Schrauben eingedreht worden, und der Transport war auch nicht besonders schonend. Der Speeder ist fast durch die Stirnwand gebrochen und hat dabei die Kiste zusaetzlich von innen demoliert.


Oh man, was hat man nur mit der Kiste gemacht. Sieht aus, als waere sie in einem Kohlenkasten transportiert worden.


Hier sieht man, wie sich der Speeder in der Kiste vor und zurueck bewegt hat. Die Spuren von den Kerbnaegeln haben sich gut in das Holz eingedrueckt. Gluecklicherweise anscheinend nur minimale Lackschaeden, das Holz war an der Oberflaeche weich genug


Und etwas erfreuliches, der Kuppler von Roll Models aus Fresno ist rechtzeitig eingetroffen und passt hervorragend. Damit ist zumindest der Betrieb mit dem Bedienwagen sichergestellt.
Dies ist nun der letzte Bericht vor dem Flug Richtung Westen. Ich werde versuchen, unterwegs weiter zu berichten, sollte das nicht funktionieren, dann werde ich nach Rueckkehr einige Fotos posten.

Und hier noch ein Cartoon meines Freundes Robert "Pop" Wood



Hubert


Zwischenzeitlich ist auch der Zeitplan fuer den USA-Trip 2003 festgelegt.
Wir werden am 10. Juni 2003 in Los Angeles ankommen und nach einer Nacht in einem Flughafenhotel und Uebernahme des Mietwagens zur Joshua Tree and Southern fahren, um dort am Fahrtag am 13. Juni 2003 teilzunehmen. Dieser Fahrtag findet statt im Rahmen des Train Montain Triennial Ramble Richtung Norden. Anschliessend werden wir einige Tage in Anaheim verbringen, um dann am 17. Juni 2003 das Wohmobil zu uebernehmen. Direkt anschliessend dann die Fahrt nach Norden, um am Abend des 18. oder Morgen des 19. in Train Montain anzukommen. Ich hoffe, dort noch etwas helfen zu koennen, bevor das Triennial beginnen. Nach dem Triennial werden wir voraussichtlich noch zu den Sacramento Valley LiveSteamers fahren, und von dort Richtung Sueden, um dann am 04./05. Juli 2003 unsere Schlussveranstaltung bei der Bitter Creek & Western zu begehen.
Es war schon seit langem ein Traum von mir, waehrend eines Independance-Days in den USA zu sein, und jetzt wird dieser Traum wahr.



Und nun zum Schluss eine kleine Geschichte, die mein Freund Robert "Pop" Wood geschrieben hat. Er meinte, ich solle diese an unsere lokalen Zeitungen senden, die letztes Mal ueber meinen Urlaub berichtet hatten. Aber ich bin nicht der Typ, der Sponsoren suchen kann, wo ich nichts zurueckgeben kann. So werde "ich" diesen Artikel nicht an die Zeitung senden, aber er ist trotzdem interessant zu lesen:

Werler Mitbuerger kehrt nach WALHALL zurueck!

Nun, da er sein Schlachtross hat, ist er entschlossen, es in Walhall zu reiten.
Und wie die Ritter in fruehren Zeiten, so braucht er Unterstuetzung, um sein Schlachtross nach Walhall zu transportieren.

Nach drei Jahren voller Traeume ist seine Rueckkehr nach Train Mountain, um seine Heimat waehrend des zweiten Triennial Eisenbahn Treffen zu repraesentieren, nunmehr in fortgeschrittenem Stadium.
Waehrend der letzten Jahre hat er geplant und ist nun aktuell am Bau eines neuen Fahrzeuges, dass er mit zu den Ritterspielen bringen wird.
Aber jetzt, wo der Termin immer naeher kommt, braucht unser Ritter Hilfe, um sein Schlachtross nach Chiloquin, Oregon, in den USA zu transportieren.
Er sucht nun einen Sponsor, um sein eisernes Ross zu transportieren, und wird jede Hilfe bei der Verwirkllichung seines Traumes einer Rueckkehr nach Walhall begruessen.

Subscribe to 7-plus-NGM
Powered by groups.yahoo.com

Bitte senden Sie mir eine Mail fuer meinen Gaestebucheintrag . Einfach den Button anklicken, dass war's schon.

Copyright © 2002 Hubert Wetekamp, hubert@wetekamp.de[ last update: 14.06.2003 Hubert Wetekamp ]